Verhinderungspflege

Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI – Entlastung für pflegende Angehörige

Wir bieten Ihnen zur Sicherung der häuslichen Pflege Verhinderungs- oder Ersatzpflege bei Verhinderung Ihrer Pflegeperson.

Verhinderungs- oder Ersatzpflege ist im Unterschied zur Kurzzeitpflege eine häusliche Pflege bei krankheits-, urlaubs- oder sonstig bedingter Verhinderung der Pflegeperson.

Urlaubs- und Verhinderungspflege kann auf Antrag pro Kalenderjahr bis zu 6 Wochen in Anspruch genommen werden. Voraussetzung ist eine vorherige Pflegedauer von 6 Monaten (bei Pflegegrad 2 – 5 bzw. Pflegestufe 0 – 3). Gem. dem Pflegestärkungsgesetz beträgt das Jahresbudget ab 01.01.2015 maximal 1612 Euro.  Außerdem kann bis zu 50% des Leistungsbetrags für Kurzzeitpflege (das sind bis zu 806 Euro) künftig zusätzlich für Verhinderungspflege ausgegeben werden. Verhinderungspflege kann dadurch auf max. 150% des bisherigen Betrages ausgeweitet werden. Der für die Verhinderungspflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Kurzzeitpflege angerechnet)

Unausgeschöpftes Verhinderungspflegebudget verfällt zum Jahresende.

Verhinderungs- und Kurzzeitpflege können im stationären Bereich kombiniert werden. D.h. der Pflegebedürftige kann etwa zunächst Kurzzeitpflege erhalten und nach Erschöpfung des Leistungsanspruchs durch Zeitablauf oder durch das schon vorherige Erreichen der finanziellen Leistungsgrenze in der Kurzzeitpflegeeinrichtung das Budget der Verhinderungspflege in Anspruch nehmen

Ersatz- und Verhinderungspflege durch Familienangehörige bis zum zweiten Verwandschaftsgrad ist bis zur Höhe der Pflegegeldleistungen möglich. Wie empfehlen Ihnen hier im Vorfeld die Beratung durch Ihre Pflegekasse in Anspruch zu nehmen.